Kurze Beschreibung meiner Urlaubsreisen

bridgeDie erste selbstständige Reise in die weite Welt unternahm ich im Sommerurlaub 1974. Trampen war damals angesagt. Weit kam ich nicht, kurz hinter Barcelona musste umgedreht werden. Ziel war eigentlich Marokko gewesen. Naja.
Im nächsten Jahr 1975 dann war das Ziel erreicht, Marokko! Das erste Mal außerhalb von Europa! Damals war mir das alles aber noch viel zu fremd um wirklich viel mitzubekommen. Der Rückweg war happig, mein Reisegefährte und ich hatten noch zusammen Fünf Mark in der Tasche, als wir in Algeciras wieder Spanien erreichten.

Griechenland war dann im nächsten Jahr, 1976 angesagt, wieder per Autostopp, über Italien und auf dem Rückweg Frankreich, volle sechs Wochen.

1977 dann die erste wirklich große mehrmonatige Reise. Das Ziel - der Himalaya!
Als Kind wollte ich immer nach China, in den Siebzigern ging das jedoch nicht! Aber in Nepal haben die Tempel ja auch geschwungene Dächer.  Durch Italien getrampt, dann weiter mit Bus und Bahn durch Griechenland, Türkei, Iran, Afghanistan, Pakistan, Indien und Nepal. Ein großer Kulturschock war zunächst die Folge, doch da ich schnell lerne, auch ein
Blick über Kabul - Zum Reisebericht
Blick über Kabul
tiefes Verständnis für fremde Kulturen.
Der Westen ist nicht der Nabel der Welt, wie uns unsere Medien und Politiker weismachen wollen, schon gar nicht ist bei uns alles besser, und was uns selbstverständlich erscheint, wird von anderen Kulturen hinterfragt. Die große weite Welt von Hollywood hört schon am Bosporus auf und Bollywood beginnt!
So billig wie möglich, war die Devise und das war auf dieser Route keine große Kunst. In Teheran herrschte eine Atmosphäre, bei welcher man die großen Umwälzungen, die kommen sollten, beinahe körperlich spüren konnte. Im Osten Afghanistan´s gab es keine unbewaffneten Männer, Maschinengewehre und Granatwerfer waren in den Schaufenstern ausgestellt wie bei uns Schuhe, und wer Geld hatte, konnte kaufen. Mitten im tiefsten Frieden! Der Bericht von dieser Reise "Kulturschock - Eine Reise auf dem Hippietrail nach Afghanistan und Nepal" ist als PDF-Datei nachzulesen (~0,35 MB - installierter PDF-Reader, z.B. Acrobat Reader, nötig!). Als Html ist der Bericht in mehrere Teile aufgesplittet.

1978 dann mal wieder eine Reise nach Marokko. Beinahe zwei interessante Monate, meist weit abseits der Touristenzentren von Marokko und Spanien. Damals trug ich ein Bärtchen und längere Haare, die Marokkaner meinten, ich sähe aus wie Carlos Santana. Diesmal hatten meine Freundin und ich in Algeciras wenigstens noch Fünfzig Mark in der Tasche. "Eine Reise in eine andere Welt - Per Anhalter nach Marokko" lautet der Titel dieses Reiseberichts.

Kathmandu in morgendlichem Winternebel - Zum Reisebericht
Kathmandu in morgendlichem Winternebel
1979 wieder mit dem Zug nach Griechenland und mit dem Flieger von Athen nach Bombay. Von dort aus nicht nach Poona, was damals angesagt war in bestimmten Kreisen, sondern nach Rajastan und weiter zu den Sehenswürdigkeiten in Nordindien ("Indien, Reisen auf dem Subkontinent") und Nepal ("Tagebuch einer Nepalreise"). Delhi, Dharmsala, und Varanasi waren einige Stationen. Von Kathmandu mit dem Flieger nach Bangla Desh, auch dort eine Rundreise, vom Badestrand im Südosten zu einem Besuch der Sunderbans im Südwesten, nachzulesen im Reisebericht "eine Fahrt in die Sundarbans".
Weiter mit einem Flieger nach Thailand, der Norden mit dem "Goldenen Dreieck", die Insel Ko Samet, von der mein Reisebericht "Thailand vor dem Sturm" handelt und der Süden mit Ko Samui. Mit dem Bus nach Malaysia, Langkawi und Penang. Per Flugzeug nach Sumatra, in "Indonesien, dem Reich der siebzehntausend Inseln" mit dem Schiff nach Java, dann Bali. Wieder mit ´nem Flieger zum "Shopping in Singapore" und per Autostopp, Zug und Bus zurück nach Bangkok. Von dort, mit zwei Tagen Aufenthalt in Warschau, mit der polnischen Fluglinie ´LOT´ nach Zürich.
Sieben Monate hat das Ganze gedauert.

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Auf dem Obangi
1980 gings dann mit Freunden und zwei VW-Bussen nach Afrika. Genua-Tunis mit der Fähre und "unsere Afrikafahrt begann." Die Route verlief weiter durch Algerien, wo wir "die Stille der Sahara" erlebten. "Durch den Niger, eine Fahrt mit Hindernissen", sowie durch Obervolta (heute Burkina Faso) ging die Fahrt "von der Sahel zur Feuchtsavanne" und weiter "durch den westafrikanischen Regenwald" der Elfenbeinküste. Es folgte "ein erzwungener Eilgang durch Ghana". "Eine folgenschwere Verwechslung und ein Überfall in Togo" hielt uns lange in Lome fest. Nach etlichen Behördengängen und Schwierigkeiten folgte das Land Benin und weiter ging es in freiwilligem Eilgang durch Nigeria. "Ein erneuter Überfall" überraschte uns gleich bei der Ankunft in Kamerun. Dort wurden dann die Autos verkauft und ab jetzt ging es weiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Zentralafrika, wo "ein Ausflug zu den Pygmäen" recht abenteuerlich wurde. "Eine Flußfahrt nach Brazzaville" führte uns abschließend in die Hauptstadt der damaligen Volksrepublik Kongo. Für den Rückflug von dort reichte unser Geld nicht ganz aus. Zum Glück ließ die Aeroflot mit sich handeln und nahm uns über Moskau nach Berlin mit.
Auch diese Reise hat 7-8 Monate gedauert.

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6 Meter Krokodil auf Palawan
1986 verbrachte ich einen fünfwöchigen Urlaub in der Türkei. Der Reisebericht hat den Titel "Türkei in den Sommerferien".

1990 dann zwei Monate Philippinenrundreise während der Taifunsaison. Luzon, Mindoro und Palawan. Soziale Verhältnisse die beinahe schlimmer sind als in Indien. Aber ein schönes Land mit viel viel Wasser, weshalb der Reisebericht auch "Reise in die phantastische Wasserwelt der Philippinen" heißt.
In dieser Zeit stand in der "Manila Post", daß in den letzten sechs Wochen 21 "Weiße Ausländer" ermordet wurden! Ein bezahlter Killer war laut einheimischem TV schon für 50 Märker zu haben! Es gibt eben Völker die duldsam, und solche die unduldsam sind! Die Philippinos sind heute noch stolz darauf, den ersten "Weltumsegler", Fernando Magellan, getötet zu haben. Der Häuptling der diese Heldentat vollbrachte, Lapu, ist heute noch in dem populärsten Speisefisch "Lapu Lapu" verewigt.
Seit 500 Jahren herrscht im Süden des Landes Krieg.  Die ersten Spanier kamen im frühen 16. Jht. aus  Mexiko. Was sie am anderen Ende der Welt am wenigsten erwartet hatten, trafen sie an: Moros - Mauren (daher unser "Mohr"), also  Muslims, die sie eben erst besiegt zu haben glaubten! Der endgültige Sieg blieb aber diesmal aus, fast 400 Jahre lang.
Auch die Ami´s verloren nach der Übernahme des Landes. Ende des 19. Jht., ein ganzes Battailion ihrer "elitären" Marine´s, ohne sich an ihren Gegnern rächen zu können. Die Rache traf deshalb, wie auch heutzutage noch üblich, - Unbeteiligte!
Das sind Dinge die man wissen muß, bevor man den Medien glaubt, daß die moslemische Minderheit auf den Philippinen plötzlich verrückt geworden ist und völlig unbegründet Touristen entführt!
In Europa und Nordamerika betrachten wir unsere Wertvorstellungen ganz natürlich als solche, die auf der "ganzen Welt" Geltung haben. Jedoch ist diese "ganze Welt" in Wahrheit stets nur auf Europa, Nordamerika und eine Handvoll weiterer Länder beschränkt.
Den Entführten fehlt natürlich jedes Verständnis für diese Zusammenhänge. Für jene sind die Moros die Bösen, obwohl in Manila jeder weiß, wie gefährlich Reisen nach Mindanao, Palawan und die vielen Hundert umliegenden Inseln sind. Zwar sind die Gefühle der Opfer nachvollziehbar, doch gilt für diese Region dasselbe wie für Afghanistan - die dekadente westliche Kultur wird an diesen Bollwerken einer anderen Kultur scheitern!

Loei Thailand - Zum Reisebericht
Loei Thailand 1992
1992 wieder "sieben Wochen in Thailand", der Nordosten, Südosten und Süden. In den 12 Jahren seit meinem letzten Besuch hatte sich eine Menge verändert. Der Touristenboom hat fast alle Plätze an der Küste erreicht, die Zerstörungen sind gewaltig. Fast glaubt man sich in einem Urlaubsland am Mittelmeer.
Aber wenige Kilometer im Landesinnern ist schon Asien; korrupt, liebenswürdig, brutal und vor allem fast ganz ohne Touristen.
Die "Farangs" (abwertend für Foreigners) haben dem Land viel Geld gebracht, aber auch die Industrie boomt.
Und - den Katzen werden nicht mehr aus altem Aberglauben die Wedel abgeschnitten!
Auf dem Rückflug drei Tage Aufenthalt in Dubai, ein interessanter Uraubszusatz.


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